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    KOMBINATION MIT VIRACEPT BEI SCHWANGEREN SCH�TZT VOR HIV-INFEKTION DER NEUGEBORENEN, SO EINE FR�HE STUDIE / WEITERE STUDIE BELEUCHTET VIRACEPT ALS TEIL DER BEHANDLUNG VON KINDERN
Posted: 02-Feb-00

 San Francisco (PRNewswire) 2 Feb 2000 - In dieser Woche wurden Daten aus der Pediatric AIDS Clinical Trials Group (PACTG) Studie 353 ver�ffentlicht, die zeigen, dass eine Kombinationstherapie gegen HIV mit dem Proteasehemmer VIRACEPT (Wirkstoff: Nelfinavir mesylate) bei Schwangeren die �bertragung des HIV von den M�ttern auf ihre neugeborenen Kindern bei allen 8 Teilnehmerinnen, die die Studie abschlossen, verhindert hat.

Die PACTG 353-Resultate, die bei der 7. Konferenz �ber Retroviren und opportunistische Infektionen in San Francisco vorgestellt wurden, zeigen das Potenzial von Medikamentencocktails mit Proteasehemmern f�r eine weitere Reduzierung des Risikos einer vertikalen HIV-�bertragung.

Zus�tzlich zur Verh�tung der HIV-�bertragung an die Kinder profitierten auch die M�tter in dieser Studie erheblich von der Behandlung.

Die m�tterlichen Level der HI-Virenbelastung sanken im Lauf der Behandlung deutlich bei einem mittleren Absinken w�hrend der Geburt vom Grundwert um -1,8 hoch 10 und sechs Wochen nach der Niederkunft vom Grundwert um -2,4 hoch 10 (p=0,01). Bei sechs Frauen (75%) in der Studie lag die HI-Virenlast unter dem Grad der Quantifizierung (<400 Kopien/ml) bei der Geburt. Die durchschnittliche Anzahl der m�tterlichen CD4-Zellen betrug im Grundwert 220 Zellen/mm3 und stieg auf jeweils 308 und 415 Zellen/mm3 bei der Geburt bzw. sechs Wochen nach der Niederkunft.

In dieser Studie wurden HIV-infizierte Schwangere zwischen der 14. und der 34. Schwangerschaftswoche aufgenommen, die dreimal t�glich orale Dosen (oder TID) von 750 mg VIRACEPT 750mg plus der Standarddosen der Nukleosidanaloga (NAs) AZT und 3TC w�hrend und nach der Schwangerschaft erhielten. W�hrend der Wehen wurde VIRACEPT und 3TC oral gegeben, w�hrend AZT intraven�s verabreicht wurde.

Den vorl�ufigen Ergebnissen nach wurde die Behandlung mit VIRACEPT w�hrend der Schwangerschaft und von den Neugeborenen gut vertragen. Die Auswirkungen der Behandlung der HIV-Infektion w�hrend der Schwangerschaft und nach der Niederkunft bei M�ttern und Neugeborenen wurde ebenfalls untersucht.

Von den 10 untersuchten Frauen schlossen 8 die Studie ab, w�hrend 2 die Dauer der Schwangerschaft aus Geburtshilfegr�nden, nicht auf Grund der Behandlung, nicht voll aussch�pften.

Die Neugeborenen in dieser Studie erhielten VIRACEPT (10 mg/kg TID) in Kombination mit dem Gewicht entsprechenden Dosen von AZT und 3TC. Die Behandlung mit VIRACEPT wurde den vorl�ufigen Resultaten nach von den Neugeborenen gut vertragen.

Berichtet wurde ein vor�bergehendes Absinken des H�moglobin und/oder der Neutrophilen, das nach Absetzen von AZT verschwand. In der ersten Lebenswoche blieben die mittleren VIRACEPT-Level den S�uglingen niedrig, und eine weitere Studie mit einer h�heren Dosis (40 mg/kg BID) wird jetzt durchgef�hrt.

Alle acht S�uglinge wurden ohne eine HIV-Infektion durchschnittlich in der 38. Schwangerschaftswoche (von der 35. Bis zur 40. Woche) geboren. Die HIV-�bertragungsrate von 0% in dieser Studie scheint niedriger zu sein als die �bertragungsrate, die sich in Studien �ber die derzeitige Standardbehandlung mit AZT zur Verh�tung der �bertragung von der Mutter zum Kind (das ACTG 076-Protokoll) zeigt, nach denen etwa 8% der S�uglinge mit HIV infiziert werden. Trotzdem untersuchte die PACTG 353-Studie nur 8 Mutter-Kind-Paare, und der nachfolgende Zeitraum war nicht langfristig angelegt.

Gr��er und l�ngerfristige Studien sind n�tig, bevor Schlussfolgerungen gezogen werden k�nnen.

Die Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik von VIRACEPT ist bei Kindern unter 2 Jahren bisher nicht untersucht worden. Obschon die Ergebnisse dieser Studie ermutigend sind, sind gr��er angelegte Studien notwendig, um das Potenzial dieser Behandlung zur Verh�tung der Infektion durch die Mutter zu untersuchen.

VIRACEPT sollte derzeit w�hrend einer Schwangerschaft nur nach R�cksprache mit einem Arzt eingesetzt werden.

Ver�ffentlichte Studie zeigt Vorteile von VIRACEPT bei Kindern

Die Ergebnisse einer weiteren Studie, der Studie 382 der Pediatric AIDS Clinical Trials Group �ber VIRACEPT bei Kindern, wurden in der Ausgabe vom 16. Dezember 1999 im New England Journal of Medicine ver�ffentlicht. An der Studie PACTG 382 nahmen insgesamt 57 Kinder im Alter von durchschnittlich 9 Jahren teil; fast alle (96%) wurden bereits mit NAs behandelt, aber keines hatte bisher Erfahrungen mit Proteasehemmern oder nicht-nukleosidischen Reverse-Transkriptase-Hemmern.

In der Studie zeigte sich, dass die Kinder, die VIRACEPT plus Efavirenz und einem oder mehreren NAs erhielten, ein schnelles Absinken der HI-Virenlast bei einem gesch�tzten durchschnittlichen Absinken nach 48 Wochen von mindestens 2,7 hoch10 Kopien/ml aufwiesen.

Nach 48 Wochen zeigten 81% der Kinder, �ber die Daten zur Verf�gung standen, eine Suppression der HI-Virenlast auf Level unterhalb der Quantifizierung (weniger als 400 Kopien/ml) - das entspricht 61% der Kinder, die unter Verwendung einer stringenten Intent-to-treat-Analyse eine HIV-Suppression unterhalb der Nachweisgrenze aufwiesen.

Bei einer erneuten Analyse dieser Ergebnisse unter Verwendung eines ultrasensitiven Nachweises der Virenlast zeigten 70% der Kinder eine HI-Virenlast unter 50 Kopien/ml (53% bei Intent-to-treat-Analyse). Die Anzahl der CD4-Zellen stieg ebenfalls deutlich in den 48 Wochen der Behandlung (p=<0,001) bei einem durchschnittlichen Anstieg von 74 Zellen/mm3 nach 48 Wochen.

Die durchschnittlichen Ausgangswerte der CD4-Zellenanzahl und der Virenlast lagen bei 699 Zellen/mm3 bzw. 4,0 hoch10 Kopien/ml. Die Kinder wurden mit VIRACEPT 20-30 mg/kg dreimal t�glich in Kombination mit dem Wirkstoff Efavirenz (durchschnittliche Dosis 12 mg/kg einmal t�glich) und einem oder mehreren Nukleosidanaloga behandelt. Die Dosierungen von VIRACEPT und Efavirenz wurden auf der Basis der tats�chlich im Blut erreichten Konzentrationen der Wirkstoffe festgelegt.

Die Behandlung mit VIRACEPT plus Efavirenz und einem oder mehreren NAs wurde allgemein wohl gut vertragen.


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